Glossar

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A

Angiographie

Definition: Angiographie

Bei der Angiographie werden arterielle Blutgefäße mittels Röntgenuntersuchung dargestellt. So wird z. B. bei der Koronarangiographie eine kleine Menge Kontrastmittel in die Herzkranzarterien injiziert. Dadurch können Engstellen der Gefäße wie z.B. beim "Raucherbein"(Pfeil) erkannt werden.


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Aortenklappenvalvuloplastie

Aortenklappenvalvuloplastie

Mit der ABVP kann bei den erwachsenen Patienten mit zumeist erworbenen Aortenklappenstenosen diese nicht beseitigt werden, sie ist also keine echte Alternative zum operativen Aortenklappenersatz. Es besteht jedoch eine Nischenindikation bei dekompensierten inoperablen Patienten, bei denen durch die nur geringe Erweiterung der Aortenklappenöffnungsfläche gleichwohl eine Rekompensation gelingen kann. Ein Teil dieser Patienten kann dann elektiv einem operativen Aortenklappenersatz zugeführt werden, bei weiter bestehender Inoperabilität (z.B. Patienten mit metastasierenden Tumoren) kann durch die ABVP die Lebensqualität gesteigert werden. Als eines der wenigen Zentren in Europa führen wir in solchen Fällen die ABVP durch.

B

Ballondilatation

Ballondilatation

Engstellen der Gefäße - Stenosen genannt - können (schwarzer Pfeil) durch die Ballondilatation wieder geweitet werden. Dazu wird ein kleiner Katheter mit einem Ballon an der Spitze zur Gefäßengstelle vorgeschoben und der Ballon aufgeblasen. Dadurch wird die Engstelle aufgedehnt (Pfeil).

Belastungs-EKG

Belastungs-Echokardiogramm

Oft treten Beschwerden wie Luftnot oder Herzschmerzen erst bei körperlicher Belastung (z.B. Treppen steigen) auf. Bei dieser Untersuchung wird der Einfluß von körperlicher Belastung auf die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Herzdurchblutung (indirekte Messung durch Veränderungen im EKG) untersucht.

Biventrikulär

= beidseite Stimulation

Sowohl die rechte als auch linke Herzkammer werden elektrisch stimuliert (herkömmliche Herzschrittmacher oder Defibrillatoren stimulieren nur im rechten Herzen)

Blutdruckmessung

Definition: Blutdruckmessung

Die Blutdruckmessung erfolgt meist über eine Manschette am rechten oder linken Oberarm. Der erste - systolische - Werte ist der "Spitzendruck", der bei jedem Herzschlag entsteht, der zweite - diastolische - Wert ist der "Dauerdruck".
Die Messung durch den Patienten sollte erst nach Einweisung durch den behandelnden Arzt erfolgen. Um den Blutdruck über Tage und Wochen vergleichen zu können ist es z.B. wichtig, die Messung immer zum selben Zeitpunkt (nach dem Aufstehen oder nach Medikamenteneinahme) durchzuführen.

Bodyplethysmographie

Die Bodyplethysmographie ist eine wichtige Untersuchung in der Lungenfunktionsdiagnostik. Der Patient befindet sich in einer luftdicht abgeschlossenen Kabine und atmet durch ein Mundstück ein und aus. Verschiedene Untersuchungen können nun zur Einschätzung von Lungenfunktionsparametern durchgeführt werden. Obstruktionen, Restriktionen, Überblähungen und Widerstandserhöhungen in den Atemwegen gehören zu den wesentlichen Aussagen, die eine Bodyplethysmographie liefern kann.

Brachytherapie

Bei der Brachytherapie werden leicht "strahlende Stents" (kleine Maschengitter) zur Behandlung von Engstellen der Herzkranzgefäße angewendet. Die Wirkung der Strahlung ist auf wenige Millimeter im Bereich der Engstelle beschränkt. Durch die Strahlung (Beta oder Gamma-Strahlung) soll eine erneute Verengung der Gefäße verhindert werden.

Bronchoskopie

Mittels einer dünnen (6-8 mm Durchmesser), flexiblen Glasfaseroptik (ähnlich der Magenspiegelung) können die Atemwege (Bronchien) betrachtet werden (1). Dies ermöglicht die Erkennung von Atemwegserkrankungen, z. B. Bronchitis oder Asthma. Dewseiteren können durch das Bronchoskop Gewebeproben (2) entnommen und Sekret (z. B. eitriger Schleim) abgesaugt (3) werden. In der Krebstherapie kann durch Einbringen eines Stents (4) (Metall- oder Kunsstoffstütze) der Luftweg offen gehalten oder durch Lasertherapie (5) der Tumor verkleinert werden.

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Bild 3http://www.charite.de/herz/klinik/bilder/31.jpg

C

Campus

Definition: Campus

Geschlossenes Hochschulgelände mit sämtlichen Einrichtungen für Forschung, Lehre, Studium, Sport, Erholung, Wohnen für Studierende und Lehrkräfte.

CBB

Abkürzung von: Campus Berlin Buch

Die Bezeichnung eines der vier Campi der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

CBF

Abkürzung von: Campus Benjamin Franklin

Die Bezeichnung eines der vier Campi der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

CCK

Abkürzung von: Charité Campus-Klinik

Akronym für die Charité Campus-Klinik auf dem Campus Charité Mitte.

CCM

Abkürzung von: Campus Charité Mitte

Die Bezeichnung eines der vier Campi der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

CPU

Abkürzung von: Chest Pain Unit

englischer Begriff für Brustschmerz-Einheit

CRT

Abkürzung von: cardiac resynchronization therapy

englischer Begriff für biventrikuläre Stimulation

CVK

Abkürzung von: Campus Virchow-Klinikum

Die Bezeichnung eines der vier Campi der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

D

DCA

Abkürzung von: Directionale Coronare Atherektomie

Bei Verkalkungen der Herzkranzgefäße wird mit Hilfe eines kleinen "Hobels" (kleines Messer) das Gewebe "abgeschabt". Die directionale coronare Atherektomie ist ein Therapieform, die nur in ganz speziellen Konstellationen angewandt wird.

Defibrillator

Definition: 

Ca 80-110g schweres, "Zigarettenschachtel" großes Gerät zur Behandlung von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (Sekunden-Tod, plötzlicher Herztod). Das Gerät erkennt automatisch die Herzrhythmusstörung und gibt einen Stromstoß ab, der den normalen Herzschlag wiederherstellt. Moderne Geräte können auch langsame Herzrhythmusstörungen erkennen und therapieren. Dies wird durch eine zusätzliche Herzschrittmacherfunktion ermöglicht. Von links nach rechts: Entwicklung von kleineren Defibrillatoren von 1985 (250-300g schwer) bis heute.

Defibrillatorimplantation

Definition: 

Einpflanzung eines ca. 80-110g schweren, "Zigarettenschachtel" großen Gerätes zur Behandlung von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen. Das Gerät wird in örtlicher Betäubung zumeist links pectoral (linker Brustmuskel) unter die Haut eingesetzt. Zuerst erfolgt ein kleine Hautschnitt, die Punktion einer Vene, das Plazieren der Elektrode in der Spitze der rechten Herzkammer, die Implantation des Aggregates, das Testen des Systems und die Hautnaht.

DFG

Abkürzung von: Deutsche Forschungsgemeinschaft

DGK

Abkürzung von: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

E

Echokardiogramm

Abkürzung von: Echokardiographie

Hierbei wird mittels Ultraschallwellen (wie beim Echolot) das Herz untersucht. Dadurch läßt sich die Funktion des Herzens z.B. Herzpumpleistung, Größe des Herzens, Veränderung der Herzklappen feststellen.

EF

Abkürzung von: Pumpfunktion der Herzkammer

EKG

Abkürzung von: Elektrokardiogramm

ESA

Abkürzung von: European Space Agency

EU

Abkürzung von: Europäische Union

Akronym für Europäische Union

F

FAQ

Abkürzung von: häufig gestellte Fragen (engl.: Frequently Asked Questions)

Abkürzung für Frequently Asked Questions, auf deutsch: häufig gestellte Fragen

Foramen ovale

Ovale Öffnung in der Verbindung zwischen den beiden Vorkammern des Herzens (Vorhofscheidewand). Bei 20-25% aller Menschen schließt sich das Formalen ovale nicht nach der Geburt. Meistens hat das Offenbleiben des Foramen ovale keine Konsequenz. In einigen Patienten kann es aber zum Schlaganfall (z.B. durch ein Blutgerinnsel aus einer Beinvene) kommen. Das Foramen ovale kann mittels "Schirmchen" (Herzkatheter) oder durch direktes Zunähen (Herzchirurgie) verschlossen werden.

G

Gefäßultraschall

Definition: 

Ähnlich wie bei der Echokardiographie werden Ultraschallwellen zur Darstellung von Gefäßen und Gefäßveränderungen genutzt. So können Verkalkungen der Halsarterien und Beinarterien ("Raucherbein") durch den Gefäßultraschall erkannt und dann gezielt durch z.B. eine Stentimplantation behandelt werden.

H

Herzinsuffizienz

Pumpschwäche des Herzens

Herzschrittmacher

Ca. 15-25g schweres, "5-Mark Stück großes" Gerätes zur Behandlung von langsamen Herzrhythmusstörungen (Bradykardien). Das Gerät erkennt automatisch den langsamen Herzschlag und gibt - ohne das der Patient es merkt einen kleinen schmerzlosen Stromimpuls ab, der das Herz zum regelmäßigen Schlagen anregt. So wird beim Vorhofschrittmacher eine Elektrode in die rechte Vorkammer, beim Ventrikelschrittmacher eine Elektrode in die rechte Hauptkammer und beim Doppelkammerschrittmacher jeweils eine Elektrode in die rechte Vor- und Hauptkammer gelegt. Von links nach rechts: Entwicklung von kleineren Herzschrittmachern von 1970 bis heute.

HMI

Abkürzung von: Hahn-Meitner-Institut

I

ICD

Abkürzung von: Defibrilator


Intrakoronarer Ultraschall

Analog zum Gefäßultraschall wird beim intrakoronaren Ultraschall die Beschaffenheit des Gefäßes mittels Ultraschallwellen beurteilt. Beim intrakoronaren Ultraschall wird allerdings die sehr kleine Ultraschallsonde (2 mm Durchmesser) direkt in das zu untersuchende Herzkranzgefäß eingebracht. Diese Kathetertechnik wird bei schwierigen Engstellen am Herzen zur Vermessung und besseren Therapieplanung (z.B. welche Gefäßstütze genommen werden muß) eingesetzt.

IP

Abkürzung von: Internet Protocol

IP steht für Internet Protocol. Jedem Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, wird eine IP-Adresse zugeordnet. Anhand dieser Adresse kann der Rechner im Netz identifiziert werden.

K

Koronarangiographie

Hierbei erfolgt die Darstellung der Herzkranzgefäße mittels Kathetertechnik. Über ein Blutgefäß in der Leiste wird ein sehr dünner Katheter (2 mm Durchmesser) schmerzlos bis zum Herzen vorgeschoben. Dann wird ein sogenanntes Kontrastmittel vorsichtig in die Herzkranzgefäße eingespritzt, um Engstellen an den Blutgefäßen des Herzens sichtbar zu machen. Diese Untersuchung erfolgt mittels einer Röntgenanlage.

L

Linksschenkelblock

Blockierung einer Leitungsbahn im Herzen, die zu einem Verlust der homogenen Erregung der linken Herzkammer führt.

Lungenfunktion

Die Lungenfunktion wird zur Erkennung und Beurteilung von Lungenerkrankungen (z.B. Bronchitis oder Asthma bronchiale) eingesetzt. Hierbei wird die Lungenleistung, das Lungenvolumen und die Dehnbarkeit der Lunge beurteilt.

M

MBA

Master of Business Administration

Mesam 4

Im Rahmen der ambulanten Stufendiagnostik der Schlafbezogenen Atmungsstörungen wird im Regelfall eine ambulante Voruntersuchung mit tragbaren Meßgeräten durchgeführt. Das MESAM 4 ist solch ein Meßgeräte, welches das nächtliche Schnarchen, den Blutsauerstoffgehalt und die Herzfrequenz aufzeichnet. Diese Messung erlaubt die Einschätzung des Schweregrades einer Schlafbezogenen Atmungsstörung und dient zur Planung des weiteren Vorgehens.

MPH

Abkürzung von: Master of Public Health

Der Studiengang mit dem international anerkannten Abschluss Master of Public Health (MPH) soll grundlegende fachliche Kenntnisse im analytisch-methodischen Bereich in Verbindung mit anwendungs- und umsetzungsorientiertem Wissen vermitteln.

MS

Abkürzung von: Multiple Sklerose

N

NYHA

Definition: NYHA Klassifikation

Stadieneinteilung der Herzpumpschwäche anhand der Luftnot.

O

OA

Abkürzung von: Oberarzt

Abkürzung für "Oberarzt"

Abkürzung von: Oberärztin

Abkürzung für "Oberärztin"

P

PD

Abkürzung von: Privatdozent

Abkürzung für Privatdozent

PSG

Abkürzung von: Polysomnographie

Die kardiorespiratorische Polysomnographie, kurz PSG genannt, ist die Hauptuntersuchung, die im Schlaflabor durchgeführt wird. Verschiedene den Schlaf beschreibende Parameter wie das Elektroencephalogramm (EEG) und andere Meßgrößen wie Atmung, Puls und Sauerstoffsättigung im Blut werden während der Nacht abgeleitet. Diese passiert unter Überwachung durch geschulte Nachtdienste. Die Auswertung der PSG ermöglicht Aussagen zur Schlafqualität, zur Atmung im Schlaf und zu anderen Schlafstörungen.

R

RhythmCard

Zu der neuesten Methode der ambulanten telemedizinischen Rhythmusüberwachung gehört in unserer Klinik die sogenannte Rhythmus Karte. Diese Karte, mit der Größe und dem Gewicht einer Kreditkarte, bekommt der Patient wie eine Kette um den Hals gehängt. Treten Beschwerden wie Schwindel oder Herzrasen auf, wird diese Karte per Knopfdruck durch den Patienten aktiviert und von diesem Zeitpunkt an läuft die Registrierung des Herzschlages. Anschließend ruft der Patient eine ihm ausgehändigte Telefonnummer an, legt die Karte an den Hörer und die Übertragung der registrierten Daten erfolgt per Tonsignal. Wenige Minuten später erfolgt die Übersendung des EKGs per Datentransfer zur Auswertung an unsere Ärzte.

Rotablator

Ähnlich wie die Lasertechnik und die directionale Artherektomie ist der Rotablator ein ergänzendes Verfahren zur Behandlung von Engstellen der Herzkranzgefäße. Hierbei wird ein kleiner "Fräßkopf" (2 mm Durchmesser) in ein stark verkalktes Herzkranzgefäß vorgeschoben und der Kalk "weggefräßt". Die winzig kleinen Kalksegmente werden aus den Blutgefäß herausgewaschen. Anschließend kann dann eine Ballondillatation und eine Stentimplantation erfolgen.

S

Spiroergometrie

Oft treten Beschwerden wie Luftnot oder Herzschmerzen erst bei körperlicher Belastung (z.B. Treppen steigen) auf. Genau wie beim Belastungs-EKG wird bei dieser Untersuchung der Einfluß von körperlicher Belastung auf die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Herzdurchblutung (EKG) untersucht. Zusätzlich erfolgt die Messung der Sauerstoffaufnahme/Kohlendioxidabgabe, der Atemtiefe und der Atemfrequenz über eine Atemmaske und zusätzlich die Erfassung der Sauerstoffsättigung des Blutes mittels Kapillarsensors.

Stent

Kleine, aus Metall gefertigte Maschengitter mit einem Durchmesser zwischen 2,5 bis 6 mm und einer Länge von 4 bis 40 mm. Stents werden mittels Ballonkatheter zur Gefäßengstelle vorgeschoben. Durch Aufblasen des Ballons entfaltet sich das Stent, dehnt die Engstelle auf und verhindert ein erneutes zusammenziehen des Gefäßes.

T

TAVI

Abkürzung von: transcatheter aortic valve intervention

kathetergestützter Aortenklappenersatz

U

URL

Abkürzung von: Uniform Resource Locator

Der Begriff URL kommt aus dem Englischen, er bezeichnet die Kurzform für "Uniform Resource Locator" und bedeutet übersetzt soviel wie "einheitlicher Quellenanzeiger".

Eine URL gibt im Internet einen speziellen Ort an, eine Art Adresse, wo sich eine Internetseite befindet.

V

Ventrikulographie

Die linke Herzkammer wird über einen Herzkatheter mit einer speziellen Flüssigkeit (Kontrastmittel) gefüllt. Innerhalb weniger Herzschlägen wird das Kontrastmittel aus der linken Herzkammer herausgepumpt. Durch die Ventrikulographie kann die Herzpumpleistung bestimmt werden. So ist z.B. bei der Herzmuskelschwäche die Herzpumpleistung eingeschränkt und das Kontrastmittel wird langsamer aus der Herzkammer herausgepumpt.
Das Kontrastmittel wird nach einigen Stunden über die Nieren und den Urin ausgeschieden.