Bild einer Herzkatheteruntersuchung
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Koronare Herzkrankheit (KHK)

Die KHK zählt zu den führenden Todesursachen in Deutschland und weltweit. Essentieller Bestandteil der modernen KHK-Therapie ist die invasive Diagnostestellung mittels Herzkatheter sowie die interventionelle Therapie mittels Implantation von Stents.

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koronare Herzkrankheit

Ein wichtiger Schwerpunkt unseres Herzkatheterlabors ist die Behandlung von Patienten mit koronarer Herzkrankheit, d.h. mit Verengungen der Herzkranzgefäße. Diese führen zu Durchblutungsstörungen und, im schlimmsten Falle, zum Herzinfarkt.

Diagnostik

OCT mit 3D-Rekonstruktion eines Stents

Zur Diagnostik einer koronaren Herzkrankheit erfolgt im Herzkatheterlabor eine Koronarangiographie. Dazu wird über einen Zugang am Handgelenk oder in der Leiste ein Katheter zum Herzen vorgeschoben. Dies erlaubt durch Injektion von Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße eine direkte Darstellung der Gefäße. Zur weiteren Diagnostik von Verengungen (Stenosen) der Herzkranzgefäße stehen uns weitere, moderne Verfahren zur Verfügung. Dazu zählen:

  • die Druckdrahtmessung (FFR), mit der direkt die Relevanz einer Engstelle gemessen werden kann
  • die optische Kohärenztomographie (OCT), mit der die Innenfläche des Kranzgefäßes mit einer speziellen Lichtquelle dargestellt und vermessen werden kann,
  • der intravaskuläre Ultraschall (IVUS), mit dem ein miniaturisierter Ultraschallkopf direkt im Gefäß eine genaue Analyse der Gefäßwand erlaubt,
  • die koronare Flussreservemessung (CFR), mit der der Fluss im Gefäß gemessen werden kann.

Therapie

Häufig ist nach Diagnose einer koronaren Herzkrankheit direkt eine Therapie im Herzkatheterlabor möglich. Dazu werden Engstellen (Stenosen) der Herzkranzgefäße mit Ballons geweitet und mittels Implantation eines Stents (einer Gefäßstütze) behandelt. Dabei kommen, je nach individueller Konstellation, verschiedene Arten von Stents — unbeschichtete (bare metal) Stents, medikamentenfreisetzende (drug eluting) Stents sowie bioresorbierbare Stents (bioresorbable vascular scaffolds) — zum Einsatz.

Für besonders "harte" Fälle, bei denen ausgeprägte Verkalkungen der Gefäße sich auch mit Hochdruckballons nicht behandeln lassen, steht uns die Rotablation zur Verfügung, bei der mittels kleinster Bohrköpfe das Gefäß geweitet werden kann.