Gender-Medicine

Die BEFRI-Echostudie

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Gender-Medicine: die BEFRI-Echostudie

Projektleitung: Dr. Anna Brand, Prof. Dr. Verena Stangl, PD Dr. Henryk Dreger

Obwohl kardiovaskuläre Erkrankungen bei Frauen in Deutschland die Todesursache Nummer eins sind, sind Frauen in klinischen Studien weiterhin unterrepräsentiert. Die Mechanismen, die zur Entstehung einer diastolischen Herzinsuffizienz (Herzinsuffizienz mit normaler linksventrikulärer Ejektionsfraktion, HFnEF) mit dem zentralen echokardiographischen Merkmal der diastolischen Dysfunktion führen, sind weitestgehend unverstanden; 2/3 der betroffenen Patienten sind Frauen. Die echokardiographische Substudie der BErliner Frauen RIsikoevaluation(BEFRI)-Studie untersucht frühe myokardiale Veränderungen bei Frauen mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung einer HFnEF, wie eine diastolische Dysfunktion oder Übergewicht, im Vergleich zu kardiovaskulär gesunden Probandinnen. Dazu kommt ein besonders sensibles Analyseverfahren subklinischer myokardialer Veränderungen zur Anwendung, die speckle tracking-Echokardiographie-basierte Deformationsbildgebung. Nicht nur Veränderungen der linksventrikulären Funktion, sondern auch des linken Vorhofes sind dabei hochsignifikant mit einer diastolischen Funktionsstörung assoziiert. Neben der Analyse von funktionellen Veränderungen des linken Herzens kommt die speckle tracking Echokardiographie auch zur Anwendung, um Störungen der rechtskardialen Funktion zu untersuchen.